Websitetemplate.org
Welpen HOME > Der Hund im Alter





Forum

Impressum

Der Hund im Alter

Eines haben die Hunde uns voraus: Sie müssen nicht in die Rente und aufs Altenteil gehen, wenn sie nicht wollen. Hunde sind so alt, wie sich fühlen, und es wäre ein großer Fehler von uns, sie zu Frührentnern machen zu wollen, damit sie länger leben. Für Hunde gilt mehr noch als für uns: Wer rastet, der rostet.

Wenn ein Hund alt wird - alt als Nachlassen der Lebenskräfte gemeint -, kann man nicht sagen. Das hängt mehr vom Einzeltier als von der Rasse ab. Bei manchen Hunden geschieht es langsam und fast unmerklich, bei anderen zeigen sich die typischen Altersbeschwerden wie Krankheiten der Gelenke und Anfälligkeit des Kreislaufs auf einmal. Der Hund bewegt sich bedächtiger und weniger, der Stoffwechsel verlangsamt sich, sein Körper wird dicker. Bei dunklen und rotbraunen Rassen zeigen sich weiße Haare, zuerst am Kopf. Der Fang wird grau, dann weiß und der Nasenspiegel rissig und heller, die Augen trüber, ab acht bis zehn Jahren kann der Graue Star auftreten. Grauwerden der Haare muss nicht immer eine Alterserscheinung sein. Es gibt junge Hunde, die vorzeitig ergrauen, genauso wie es solche Menschen gibt. Im Alter können Stückchen an den Schneidezähnen des Unterkiefers abbröckeln.

Das Schöne am Zusammenleben mit einem alten Hund ist, dass er noch immer bereit ist, zu spielen und und kindlich wie ein junger Hund zu sein, auch wenn die Knochen nicht mehr so recht wollen. Da der Hund ein Nasentier ist, stören ihn schwindendes Gehör und Augenlicht nicht so sehr wie einen Menschen, denn sein Geruchssinn bleibt bis zu seinem Ende noch relativ gut. Was ihn stört, ist, dass er nicht mehr immer ganz stubenrein sein kann. Das hat mit Erziehung nichts zu tun und auch mit Dickköpfigkeit nichts, das ist die schwach gewordene Natur. Deshalb muss man beim alten Hund besonders darauf achten, wenn er nach draussen möchte. Und nicht schimpfen, wenn er mal ins Zimmer gemacht hat.

Eine Hündin kann bis zum 10. oder 11. Jahr läufig werden. Danach fällt die Läufigkeit immer wieder einmal aus, und wenn sie wieder auftritt, merkt man kaum etwas davon. Doch gehen Sie kein Risiko ein, ein Decken ist noch möglich. Auch Rüden verlieren manchmal mit dem 11. oder 12. Jahr das Interesse am anderen Geschlecht, andere behalten es bis zum letzten Atemzug.

Achten Sie auch darauf, dass der alte Hund weniger Futter braucht. Sie füttern ihn richtig, wenn sein Gewicht gleich bleibt. Eventuell braucht der Hund eine spezielle Diät, wenn er zum Beispiel an Kreislaufbeschwerden oder an Nierenkrankheiten leidet. So kann man sein Leben verlängern. Im Alter füttert man den Hund wieder wie in seiner Jugend, zwei- bis dreimal am Tag mit kleineren Portionen, um die Verdauung zu entlasten und die Nährstoffaufnahme gleichmäßig zu halten.

Interessante Bücher zum Thema Leben mit alten Hunden findest Du hier!

Ein alter Hund kann langsam, schwach und manchmal etwas wunderlich werden. Doch er hat sehr selten unter der geistigen Verwirrung zu leiden, die wir bei alten Menschen mit dem Begriff Senilität verbinden.

Der Tierarzt hat auch Medikamente gegen das Altwerden, sogenannte Geriatrica. Fragen Sie ihn nach Frischzellenpräparaten, die das Altern aufhalten oder gegen Arthrose, Schwerhörigkeit und Grauen Star wirken können. Wobei wir das Wort können betonen möchten, denn eine Garantie ist nicht gegeben. Es gibt erstaunliche Erfolge und ebenso totale Misserfolge. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

Denken Sie daran, dass ein Hund sich nicht an die Vergangenheit erinnert und nicht an die Zukunft denkt. Er fühlt nur die Leiden und Schwächen der Gegenwart. Deshalb sollten wir ihn erlösen, wenn er leidet.

Google

Powered By CMSimple.dk - Template By Websitetemplate.org